Prisoner of Paradise
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Credits:

 
  • Produktion: The Illusion Company in Koproduktion mit U5 Filmproduktion

  • Jahr: 2001

  • Regie: Stuart Sender

  • Sprecher: Ian Holm

 

  • Erstausstrahlung 14.03.2004 BR3

  • Nominiert für den Oscar 2003 als bester Dokumentarfilm

Der Film "„Prisoner of Paradise“ " behandelt die gleichermaßen erstaunliche wie erschreckende Lebensgeschichte des jüdischen Schauspielers, Regisseurs und Kabarettisten Kurt Gerron - ein unumstrittener Star in den Jahren der Weimarer Republik, ein Gejagter in den Vorkriegszeiten und schließlich Opfer und Mittäter in einem, bevor er in Auschwitz ermordet wurde.

Der Weg, wie die Nazis ausgerechnet ihn, den schon in den 20er Jahren von ihnen mit größtem Hass verfolgten Prominenten, zum Werkzeug für einen perfiden Propagandatrick machten, wie Kurt Gerron in realer Todesangst und der irrealen Hoffnung, er könnte sich und anderen so das Leben retten oder es zumindest verlängern, zum Schöpfer eines Films über Theresienstadt – bekannt geworden unter dem Titel "Der Führer schenkt den Juden eine Stadt" - wurde, wird in dieser 90 minütigen Kino-Dokumentation minutiös nachgezeichnet.

Im Unterschied zu anderen Filmen über Gerron werden hier Zeitzeugen auftreten, die die damalige Situation sehr genau, aber auch sehr unterschiedlich interpretieren. Billy Wilder und andere Prominente wie Elie Wiesel werden nicht nur Stellung zu Gerrons Schicksal nehmen, sondern werden die Rolle des Künstlers in der Politik analysieren. Zudem wird die Geschichte des von Gerron gemachten Propaganda-Films sowie die seiner Wiederentdeckung und Restaurierung erzählt, werden Filmausschnitte und Gesangsaufnahmen von Gerron selbst eine große Rolle spielen und die erschreckende Parallelität in den Lebenslinien dieses erstaunlichen Mannes und seines größten Feindes, Joseph Goebbels, dargestellt.

Das Projekt, das unter anderem von Stephen Spielberg, Lew Wassermann, Sid Shinberg gesponsert wird und von Stewart Sender (Emmy-Gewinner für Journalismus) und Malcolm Clarke (zweifacher Oscar-Gewinner für Dokumentarfilme) in Zusammenarbeit mit der U5-Filmproduktion realisiert wird, soll zugleich eine Dokumentation über ein deutsches Leben sein, wie es verwirrender und erschreckender nicht sein konnte und es soll - alle Beteiligten haben sich bereit erklärt, die Hälfte aller Überschüsse aus dem Film für die Spielberg-Stiftung für Holocaust-Überlebende zu spenden - auch ein aktiver Tribut an überlebende Opfer der Nazi-Barbarei sein.